Häufig sagt der Arbeitgeber nicht allen Stellenbewerbern ab.

Werden Stellenbewerber nicht über eine Absage informiert, beginnt die gesetzliche Zweimonatsfrist zur Geltendmachung einer Diskriminierungsentschädigung nicht an zu laufen.

Das Bundesarbeitsgericht weist in einem Grundsatzurteil (Az.: 8 AZR 402/15) darauf hin, dass diese Frist nur zu laufen beginnt, wenn der Arbeitgeber ausdrücklich einen Bewerber abgelehnt hat.

Unterlässt der Arbeitgeber eine ausdrückliche Absage, bleibt er also untätig, können Stellenbewerber auch noch nach Ablauf der Zweimonatsfrist mögliche Ansprüche gerichtlich geltend machen, wenn sie sich diskriminiert fühlen.